Plan einer Heuristischen Evaluierung

706.021 Mensch-Maschine-Kommunikation 3VU SS 2017

Gruppe G4-08

Michael Djak
Sebastian Peyer
Marco Riegler
Stefanie Zeller

Heuristische Evaluierung der Website

http://graz.at/

HE-Plan vom 29.03.2017

1 Einleitung

Evaluiert wird die Website der steirischen Landeshauptstadt Graz. Die Website bietet verschiedene Services für die Bürger und Bürgerinnen, sowie Informationen über Politik, Leben, Wirtschaft und Tourismus in Graz. Da diese Website viele Zielgruppen anspricht, ist es wichtig, dass sie benutzerfreundlich gestaltet ist und den Usern einen guten ersten Eindruck von Graz vermittelt. Daher sind wir motiviert, diese Website einer heuristischen Evaluierung zu unterziehen und positive und negative Aspekte der Seite zu finden.

2 Evaluierungsmethodik

Eine Heuristische Evaluierung ist eine Methode um Fehler in einem Benutzer-Interface zu finden. Eine Gruppe von Evaluierern wird einen näheren Blick auf das Interface werfen und es auf gewisse Grundsätze („Heuristics“) der Nutzbarkeit untersuchen. Da eine einzelne Person nicht viele Fehler im Interface finden wird, wird eine Gruppe von Experten damit beauftragt. Experimente haben gezeigt, dass eine Gruppe aus 4 bis 5 Leuten die ideale Größe ist um die meisten Fehler eines Benutzer-Interfaces zu finden. [Nie1995]

Die Heuristische Evaluierung kann in mehrere Schritte unterteilt werden:
1.) Jeder Evaluierer untersucht das gegebene User Interface alleine, unter Berücksichtigung der Heuristiken, die unten näher erklärt werden.
a) Jedes gefundene Problem muss dokumentiert und bewertet werden.
b) Der Evaluierer sieht sich die Seite erneut an. Das erste Mal wurde das gesamte Interface bewertet. Im zweiten Durchgang konzentriert sich der Evaluierer auf die kleinen Elemente und Details des Interfaces.
2.) Nach der Evaluierung, setzen sich die Experten zusammen und diskutieren über die gefundenen Fehler.
Die Probleme werden in dieser Phase der Evaluierung bewertet. Es sollten aber auch Ideen für mögliche Probleme diskutiert werden.
3.) Im letzten Schritt, präsentieren die Experten das Resultat dem Kunden und zeigen welche Dinge verbessert werden könnten. [Kle2013] [Nie1995] [And2017]

Die Heuristische Evaluierung wurde von Jakob Nielsen und Rolf Molich im Jahr 1990 definiert .
Ein Beispiel der 10 Heuristiken wäre "Umkehrbare Aktionen". Falls dem Benutzer Fehler unterlaufen, beziehungsweise er sich anders entscheidet, sollte das System ihm Möglichkeiten bieten einen Schritt zurückzugehen und/oder zuvor eingegebene Daten zu verändern. Ein zweites Beispiel ist "Konsistenz", bei dem das System möglichst gleiche Begriffe und Reaktionen auf gleiche Handlungen aufweisen soll, damit der Benutzer sich gut zurechtfindet und keine bösen Überraschungen erlebt. [And2013]

In dieser Heuristischen Evaluierung verwendet jeder Experte ein anderes Gerät. Da es in dieser Evaluierung um Websites geht, macht es auch Sinn die Mobilen Versionen des Interfaces zu untersuchen. Außerdem wird das Interface auch auf unterschiedlichen Browsern auf unterschiedlichen Betriebssystemen getestet. Dadurch wird garantiert, dass die meisten Interface Fehler entdeckt und später behoben werden können. [Kle2013] [Nie1995]

Für diese Evaluierung werden die "Andrews General Usability Heuristics" verwendet, die auch in Anhang A zu finden sind. Diese basieren auf den 10 überarbeiteten Heuristiken von Nielsen [Nie1994].

3 Userprofile

  • Personen, die in Graz wohnen
  • Personen, die vorhaben, nach Graz zu ziehen
  • Studierende
  • Touristen, die kein Deutsch sprechen
  • Personen, die sich über Graz informieren wollen

Die wahrscheinlich größte Zielgruppe sind die Bewohner von Graz, die Infos Verordnungen, Ausschreibungen, aktuelle Themen und Formulare suchen. Außerdem wären Stadtpläne und Informationen über den Verkehr für Personen, die noch nicht lange in Graz wohnen, sehr vorteilhaft.

Eine weitere Zielgruppe sind Leute, die vorhaben, nach Graz zu ziehen. Diese Zielgruppe, sind unter anderem auch Studenten, die in Graz studieren wollen und nach Wohnungen und Bildungseinrichtungen suchen. In dieser Zielgruppe könnten sich auch Personen befinden, die kein Deutsch sprechen.

Auch Touristen werden auf dieser Website Tipps für Hotels, Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Kultur in Graz suchen Man muss beachten, dass die meisten Touristen kein Deutsch sprechen. Außerdem sollte die Website auf diese Zielgruppe sehr ansprechend wirken, da es gut für unsere Wirtschaft ist, wenn viele Touristen sich entscheiden, ein paar Tage in Graz zu verbringen.

Eine eher kleinere Zielgruppe sind Personen, die sich einfach nur über Graz informieren wollen. Politisch interessierte würden wahrscheinlich gerne mehr über die aktuelle Stadtregierung oder Wahlergebnisse erfahren, Kulturinteressierte suchen eher nach Informationen über Sehenswürdigkeiten wie das Grazer Kunsthaus.

Die Hauptaufgabe der Website ist also, Informationen über verschiedenste Themen für verschiedenste Zielgruppen zu haben.

4 Umfang der Evaluierung

Die gesamte Website wird evaluiert.

5 Evaluierer und Evaluierungsumgebungen

Die Evaluierer werden die Umgebung verwenden, die in Tabelle 1 dargestellt wird.

Evaluierer Michael Djak (MD) Sebastian Peyer (SP) Marco Riegler (MR) Stefanie Zeller (SZ)
Alter 24 21 20 18
Geschlecht männlich männlich männlich weiblich
Gerät Apple Macbook LG K8 iPhone 6 Lenovo Yoga 3 14
Betriebssystem macOS Sierra Android 6.0 iOS 10.2.1 Windows 10 Version 1607
Webbrowser Safari 10.0.3 Firefox für Android 51.0.3 Safari 10.0 Google Chrome Version 57.0.2987.110 (64-bit)
Ad Blocker Adblocker Safari Adblock Plus none none
Internetverbindung 32 mbps broadband, A1 Telering, mobile internet T-Mobile, mobile internet 30 mbps, A1, DSL
Bildschirmgröße 13″ 5,1″ 4,7″ 14″
Bildschirmauflösung 1920×1080 360×594 1334×750 1920×1080
Browserauflösung 1920×1080 360×594 1334×750 1920×1080
Datum der Evaluierung 2017-04- 2017-04- 2017-04- 2017-04-
Uhrzeit der Evaluierung
Tabelle 1: Die Umgebungen der jeweiligen Evaluierer.

Um die gefundenen Fehler besser dokumentieren zu können, ist es wichtig, Screenshots bzw. Screenaufnahmen zu machen. Bei unserem Android Device wird der "AZ Screen Recorder" verwendet. Die gefundenen Fehler auf dem iPhone werden mit der im Gerät eingebauten Screenshotfunktion dokumentiert. Bei den beiden Laptops werden wir Programme wie "IrfanView" verwenden.

Bibliographie

[And2013]
Keith Andrews; Andrews Allgemeine Usability Heuristiken 2013 ; heuristics-de.pdf
[And2017]
Keith Andrews; Human-Computer Interaction Course Notes; Besucht 2017-03-28. http://courses.iicm.tugraz.at/hci/hci.pdf
[Kle2013]
Scott Klemmer; Heuristic Evaluation -- Why and How; Besucht 2017-03-27. https://www.youtube.com/watch?v=YZq7nKR9BWw
[Nie1990]
Jakob Nielsen and Rolf Molich; Heuristic Evaluation of User Interfaces; Proc. Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI’90). ACM. Seattle, Washington, USA, Apr 1990, Seiten 249–256. doi:10.1145/97243.97281
[Nie1994]
Jakob Nielsen; Enhancing the Exploratory Power of Usability Heuristics; Proc. Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI’94). ACM. Boston, Massachusetts, USA, Apr 1994, Seiten 152–158. doi:10.1145/191666.191729
[Nie1995]
Jakob Nielsen; How to Conduct a Heuristic Evaluation; Besucht 2017-03-27. https://www.nngroup.com/articles/how-to-conduct-a-heuristic-evaluation/
[Nie2014]
Jakob Nielsen; Heuristic Evaluation; Besucht 2017-03-03. http://nngroup.com/topic/heuristic-evaluation/

A Heuristiken

Die Evaluierer werden die Andrews General Usability Heuristiken 2013 verwenden: heuristics-de.pdf

B Logdatei Vorlagen

Die Evaluierer werden folgende Logdateien (Plain Text) zum mitschreiben verwenden:

Name Logdatei
Michael Djak log-md-de.txt
Sebastian Peyer log-sp-de.txt
Marco Riegler log-mr-de.txt
Stefanie Zeller log-sz-de.txt

C Spreadsheet Vorlage

Eine Vorlage des Spreadsheets für den Evaluierungsmanager befindet sich unter: helist-de.xls